Für viele Schweizer sind die Dominikanischen Republik Ferien der Inbegriff für All-Inclusive am Strand. Doch das Land hat erheblich mehr zu bieten, als nur wunderschöne Resorts in Punta Cana, kilometerlange Puderzuckerstrände und Kokos-Haine.

Die Dominikanische Republik ist nur unwesentlich grösser als die Schweiz und ein äusserst beliebtes Fernreiseziel in der Karibik. Die meisten von uns verbinden mit dem Inselstaat vor allem eins: erholsame Strandferien. Und die gelingen hier natürlich richtig gut! Darüber hinaus hat die Karibikinsel so einige verborgene Schätze zu bieten.

Gerade mal zwei Autostunden nordwestlich von Punta Cana befindet sich der Los Haitises Nationalpark, einer der grössten und bedeutendsten des Landes. Das Gebiet umfasst 826 Quadratkilometer und wurde bereits von den Ureinwohnern – den Taínos – besiedelt. 1968 wurde das Karstareal unter Naturschutz gestellt. Auffallend an Los Haitises sind die schroffen und steilen Hügel, die dicht mit Mangrovenwäldern überwuchert sind. Der Nationalpark darf nur im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden, die von Sánches, Samaná und vor allem Sabana de la Mar per Schiff starten. Von Sabana de la Mar geht es beispielsweise durch die Bahía de San Loroenzo zu einigen Inseln. Es werden aber auch Höhlen wie die Cueva de las Linias mit faszinierenden Petroglyphen der Ureinwohner oder die Cueva de la Arena mit ihrer Fledermauskolonie besucht. In Sabana de la Mar befindet sich auch ein grosses Besucherzentrum, die „Aula de la Naturaleza“.

Los_Haitises_park

Los Haitises Nationalpark

Der Ort Cabarete an der Nordküste der Dominikanische Republik, unweit der Stadt Puerto Plata, gilt weithin als die „karibische Hauptstadt des Action-Sports“. Surfing, Kiteboarding, Schnorcheln und Tauchen – Cabarete bietet den perfekten Stop für den sportlich Aktiven.

Wer noch mehr Action sucht, der kann einen mehrtägigen Ausflug zum Pico Duarte unternehmen. Mit seinen 3.098 Metern ist er der höchste Berg in der Karibik. Natürlich kann es der Pico Duarte nicht mit unseren Viertausendern aufnehmen, doch sind geführte Besteigungen sowie touristische Führungen eine durchaus empfehlenswerte Abwechslung. Ausgangspunkt für die meisten Exkursionen ist der Ort Jarabacoa, der übrigens aufgrund seiner Landschaft auch die „Schweiz der Dominikanischen Republik“ genannt wird – es bietet sich natürlich geradezu an, diese Behauptung einmal selbst zu überprüfen!

Wer einmal die Wale rund um die Küste der Dominikanischen Republik hautnah beobachten möchte, kann dies beim kanadischen Meeresbiologen Kim Beddall tun. Er gilt seit 1985 als ausgesprochener Kenner der grossen Meeressäuger. Er betreibt in Samaná, in der Calle Mella, Ecke Avenida La Marina ein Ausflugsschiff, das täglich morgens um 9 Uhr zu Exkursionsfahrten aufbricht. Durch seine Erfahrung schafft es Beddall so gut wie immer, dass seine Gäste die Wale zu Gesicht bekommen. Und sollte es einmal doch nicht klappen, ist jeder gerne eingeladen, kostenfrei ein zweites Mal, mit ihm zu fahren.

Auf dem Rückweg von Samaná sollte man noch einen kurzen Abstecher zum Taíno Park in Los Róbalos machen. Er befindet sich 15 km westlich von Samaná, auf der Strasse in Richtung Sánchez. Dieses neue und äußerst moderne Museum zeigt multimedial die Geschichte der amerikanischen Kontinente und stellt die eingeborene Kultur der Taínos vor, die wir inzwischen ja bereits durch den Los Haitises Nationalpark ein wenig kennen lernen konnten.

Hungrig geworden von einem interessanten Tag sollte der letzte „Must-See“-Stop das Strandrestaurant Rincón Rubi sein. Es befindet sich am Playa Rincón in Las Galeras und ist eigentlich nur eine einfache Hütte mit Picknick-Tischen. Das Angebot an frischem Fisch, Lobster und gegrilltem Hühnchen gilt jedoch bei Einheimischen wie bei Touristen als das Beste seiner Art! Entspannen Sie typisch karibisch bei frisch gefangenem und gegrilltem Fisch in Kokosmilch an einem der verträumtesten Strände des Eilandes – weit weg vom Alltag zuhause in der Schweiz.