Reisetipps Tunesien – Land aus 1001 Nacht

Von allen nordafrikanischen Reiseländern ist Tunesien bei den deutschen Urlaubern besonders beliebt. Das hat viele Gründe: Das kleine Land zwischen Algerien und Libyen besitzt endlos lange, feinsandige Strände an der Ostküste, die flach ins Meer abfallen. Zudem kommen Abenteurer hier voll auf ihre Kosten: Auf einem Kamel durch die endlos langen Sanddünen der Sahara reiten oder in den kristallklaren Oasen-Seen baden? In Tunesien kein Problem. Hinzu kommen spektakuläre Ausgrabungsstätten der Antike und des Römischen Reiches, die Kulturliebhaber ebenso begeistern wie das arabische Flair in den verwinkelten Suqs (Einkaufsgassen) von Tunis oder Sidi Bouzid. Hier startest du auf jeden Fall in einen unvergesslichen Tunesien Urlaub.

Klima und Anreise

Wegen seines mediterranen Klimas ist Tunesien ganzjährig ein beliebtes Reiseziel unter deutschen Urlaubern. Zwischen März und Dezember sinkt die Tagestemperatur selten unter 15 Grad. Ab April beginnt die Badesaison, das Quecksilber steigt dann schnell auf über 20 Grad an. In den Sommermonaten Juli und August sind Tageshöchstwerte von über 30 Grad keine Seltenheit.

Zudem ist das Land während der Jahresmitte sehr trocken. Zwischen Mai und Oktober fällt praktisch kein Regen in Tunesien. Selbst im Dezember gibt es kaum mehr als fünf Regentage im gesamten Monat. Familien mit kleinen Kindern sollten den Urlaub nach Möglichkeit für den Juni oder den September einplanen, wenn die Sonne nicht ganz so heiß vom Himmel brennt.

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur liegt zwischen Juni und November deutlich über 20 Grad Celsius, so dass Tunesien auch in der Nachsaison für einen entspannten Badeurlaub mit Neckermann Reisen in Frage kommt. Selbst in den Wintermonaten Dezember bis April sinkt der Wert nur auf etwa 15 Grad ab.

Sehenswürdigkeiten

Tunesien verfügt über eine reichhaltige und abwechslungsreiche Geschichte. Das Land unterlag im Laufe seiner Geschichte dem Einfluss mehrerer Völker, von den Berbern über die Phönizier bis hin zu den Römern – vom Christentum bis hin zur Arabisierung im 7. Jahrhundert.

Tunis & Karthago

Tunis und Karthago kannst du an einem einzigen Tag besichtigen. Den Vormittag verbringst du in der quirligen Hauptstadt. An architektonischen Sehenswürdigkeiten arm, besticht die rund 700.000 Einwohner zählende Großstadt durch ihr orientalisches Flair. In den engen Gassen der Medina (Altstadt) lässt du dich von den Gerüchen exotischer Gewürze und Früchte verzaubern. Hier kannst du auch Souvenirs einkaufen wie Keramikarbeiten, Schmuck oder Stoffe. Das Feilschen ist dabei ausdrücklich erwünscht!

Am Nachmittag fährst du beispielsweise mit dem Taxi von der Innenstadt zu der historisch bedeutendsten Ausgrabungsstätte des Landes: nach Karthago. Von dem einst prächtigen Reich der Antike sind nur noch Ruinen geblieben, die aber eine eindrucksvolle Kulisse vor dem azurblauen Mittelmeer bilden. Karthago wurde bereits im 8. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern gegründet. Während der punischen Periode rund 200 v. Chr. lebten bis zu 400.000 Menschen an diesem Ort. Hannibal führte von hier aus sein Heer im Zweiten Punischen Krieg gegen Rom. Aus dieser Epoche sind nur noch wenige Steine und Gräber geblieben. Besser erhalten, teils auch restauriert, sind die Paläste, Bäder und Wohnhäuser der anschließenden römischen Zeit.

Römische Ausgrabungen in Dougga

Die beeindruckendsten römischen Ausgrabungen samt imposantem Freilichttheater und Tempel findest du in Dougga, rund 100 Kilometer südwestlich von Tunis. Die Ruinenstadt zählt seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Tipp: Nimm an einer deutschsprachigen Führung teil, um in das Leben und den Alltag der Römer vor über 2.000 Jahren einzutauchen.

Das Amphitheater von El Jem (El Djem)

Vielleicht hast du den Hollywood-Streifen „Gladiator“ im Kino oder TV gesehen? Ein Großteil der Kampfszenen wurde im Amphitheater von El Jem gedreht, das zu den am besten erhaltenen römischen Kampfarenen der Welt gehört. Zu besichtigen sind die Tribünen und die Katakomben, in denen einst Raubtiere und Sklaven eingesperrt waren. Heute wird die Arena für Jazz- oder Klassikkonzerte unter freiem Himmel genutzt.

Berberhöhlen in Matmata

Wie eine Mondlandschaft erstreckt sich die Vorwüste in schroffen Felsen bis zum Horizont. Von jeglicher Zivilisation abgeschnitten leben hier Berberfamilien in einfachen Fels- und Höhlenwohnungen. Im Rahmen von Gruppenführungen lassen sich einzelne troglodytische Wohnungen bei Matmata besichtigen. Das kostet keinen Eintritt, aufmerksame Urlauber spenden aber ein paar Euro oder Tunesische Dinar beim Verlassen der Behausungen.

Sidi Bou Said

Blau und weiß erstrahlen die Häuser in dem malerischen Künstlerdorf Sidi Bou Said (auch: Sidi Bouzid) hoch über dem Meer. Die engen Gassen bieten nicht nur wunderschöne Fotomotive. In den kleinen Läden verkaufen Künstler und Handwerker Souvenirs – vor allem Keramikarbeiten. 

Douz

Douz am Rande der Sahara ist ein attraktives Ausflugsziel für alle, die auf Dromedaren für ein paar Stunden durch die Sandwüste reiten wollen. Die geführten Kamel-Touren kosten nur wenige Euro. 

Strand und Meer

Rund 1.300 Kilometer lange Küsten – mit zumeist traumhaften feinsandigen Stränden – garantieren einen erstklassigen Badeurlaub am ganzjährig warmen Mittelmeer.

Strände im Norden

Bizerte (arabisch: Binzart) ist die bedeutendste Stadt der Korallenküste und eines der wichtigsten Handelszentren der Insel. In unmittelbarer Umgebung finden sich sowohl gepflegte Sandstrände als auch kleine, felsige Badebuchten, die auch Tauchern als Ausgangspunkt für ihre Unterwasser-Expeditionen dienen.

Der Sandstrand von Haouaria am nordöstlichen Kap Bon ist ideal für alle Urlauber, die vor allem Ruhe und Entspannung suchen. Restaurants und Unterhaltungsangebote gibt es hier (noch) nicht, was den Flecken zum Geheimtipp macht.

Strände im Osten

Bei Nabeul und Hammamet findet sich eines der beliebtesten Urlaubsgebiete des Landes mit einem kilometerlangen, sehr feinen Sandstrand, zahlreichen Bars, Restaurants sowie Unterhaltungsangeboten für die gesamte Familie.

Ruhiger als in Hammamet geht es am langen Strand von Chott Meriem zu, der vor allem von Tunesiern genutzt wird. Der Strand befindet sich rund 5 Kilometer nördlich von Port El Kantaoui. In den dortigen Supermärkten solltest du dich auch mit Snacks und Softdrinks versorgen, da in Strandnähe praktisch keine Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind.

Der Strand ist von Sousse ist wegen seines feinen Sandes und der guten Erreichbarkeit mit großem Parkplatz bei Einheimischen und Urlaubern sehr beliebt. In unmittelbarer Nähe gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Shops.

Monastir gehört zu den begehrtesten Reisezielen in Tunesien. Die hübsche alte Stadt mit der imposanten islamischen Festung bietet einen kilometerlangen, feinen Sandstrand und ist die ideale Wahl für alle, die tagsüber sonnen und baden und nachmittags in den Souvenirläden shoppen möchten.

Strände im Süden

Die schönsten Strände im Süden des Landes finden Urlauber auf der Insel Djerba, wo das Wasser in der Sonne türkisblau glänzt und flach abfällt. Bei Familien sind die Strände auf Djerba sehr beliebt. Lohnenswert sind Ausflüge zur Flamingoinsel und zur Blauen Lagune. Mehr als nur eine gute Alternative zu Djerba ist die Oase Zarzis im Südosten des Landes mit sehr gepflegten und großzügigen Hotelanlagen direkt an den Postkarten-Stränden.

Feste und Events

Tunesien ist ein moslemisches Land. Religiöse Feste werden nach alten Traditionen gefeiert und sind nicht für die touristische Öffentlichkeit gedacht. Auch sind Moscheen in der Regel nicht zur Besichtigung freigegeben. Attraktiver für Urlauber sind die Musik- und Tanzfestivals, die das ganze Jahr über stattfinden.

Bewegliche Feiertage und Feste nach dem Mondkalender

Ramadan
Der Termin für den Ramadan richtet sich nach dem Mondkalender. Je nach Kalenderlauf, kann der Fastenmonat zu jeder Zeit stattfinden. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dürfen die Menschen nicht essen und nicht trinken. Trotz dieser Anstrengung ersehnen die Tunesier den Ramadan. Verhalte dich respektvoll in diesen Tagen und esse möglichst nicht vor den Einheimischen. Halte dich außerdem mit dem Händchen halten und dem Austausch von Zärtlichkeit zurück.

Festival der Medina von Tunis
Das populäre Fest fällt immer in die Zeit des Ramadans. Darum kann es theoretisch in jedem Monat stattfinden. Der Zeitpunkt richtet sich nach dem Mondkalender. In dieser Zeit zeigt sich die UNESCO geschützte Altstadt noch prächtiger als sonst. Musik klingt durch die Gassen, Einheimische verkaufen süße Leckereien. Die Festmeile reicht von der Medina bis zur Prachtstraße Avenue Bourguiba. Theateraufführungen und Konzerte begleiten das Spektakel.

Ashura Fest
Das Fest fällt auf den zehnten Tag des Trauermonats Muharram. Es ist dem Enkel des Propheten Mohammed und seinem Märtyrertod geweiht. Die verschiedenen muslimische Stämme begehen das Fest ganz unterschiedlich. In der Regel wird es mit Fasten, Buß- und Trauerritualen begangen.

Opferfest Id al Adha
Das Fest richtet sich nach dem Mondkalender und findet 2 Monate und 10 Tage nach Ramadan statt. Es gilt dem Propheten Abraham, erinnert an das Gott-Vertrauen und zählt zu den wichtigsten Festen im Islam: Abraham war bereit, seinen Sohn zu opfern. Zum Dank schickte Gott ihm einen Widder und rettete seinen Sohn. Viele Muslime schlachten traditionell ein Tier und dritteln das Fleisch. Ein Teil für die Familie, ein Teil für die Verwandtschaft und ein Teil für Bedürftige.

 

Januar

14. Januar: Tag der Revolution und der Jugend mit Kundgebungen in Tunis. 

März

Am 20. März feiert Tunesien landesweit den Unabhängigkeitstag.

Beim Festival der Ksour in Tataouine geben Tanzgruppen der Berber und anderer arabischer Volksstämme Einblicke in ihre Musik, Kultur und Lebensfreude.

April

Zwischen April und Mai wird in Nabeul nahe Hammamet das Festival der Blüten gefeiert. 

Mai

Der Tag der Arbeit am 1. Mai ist auch in Tunesien ein Feiertag. Behörden bleiben geschlossen. In touristischen Zentren öffnen Supermärkte und Souvenirshops dennoch die Türen. 

Juni

Beim Falkner-Fest in El-Haouaria bekommst du Einblicke in die traditionelle Zucht der Raubvögel.

Juli

Der Tag der Republik am 25. Juli ist ein landesweiter Feiertag.

In Tabarka finden im Juli Jazz- und Salsa-Konzert statt.

Zwischen Juli und August verwandeln sich die Ruinen von Karthago in eine Freilichtbühne für Konzerte, Theater, Tanz- und Filmvorführungen.

Das internationale Festival in Hammamet feiert Musik- und Tanzgruppen aus Tunesien und dem nahe gelegenen Ausland.

Im bezaubernden Ambiente des Amphitheaters von El Jem (auch: El Djem) finden im Sommer zahlreiche Klassik-Konzerte statt.

August

Am 13. August wird der „Tag der Frau“ zelebriert – ein landesweiter Feiertag.

Beim Musiquat Festival geben sich regionale Musiker in Tunis ein Stelldichein.

Oktober

Gläubige Moslems feiern zwischen Mitte Oktober und Anfang November das islamische Neujahrsfest. 

November

Beim internationalen Festival des arabischen Films konkurrieren die besten Regisseure des Landes um die begehrte „goldene Tanit“.

In einigen Orten in der Mitte und im Süden des Landes wie beispielsweise in Tozeur wird die Dattelernte mit farbenfrohen Umzügen gefeiert.

Dezember

Während Deutschland Weihnachten feiert, steht Douz am Rande der Wüste im Zeichen des Sahara-Fests: Kamel- und Pferderennen begeistern Einheimische und Touristen gleichermaßen. 

Kulinarisches

Die traditionelle tunesische Küche folgt islamischen und regionalen Traditionen: Frischer Fisch, Lammfleisch, Datteln, Oliven, Hirse- und Reisgerichte sorgen für sättigende Mahlzeiten, die auch deutsche Urlauber begeistern. Die meisten Gerichte sind mit Koriander, Kreuzkümmel, Safran oder Zimt gewürzt, was den orientalischen Geschmack verstärkt. In dem Hotel, das du mit Neckermann Reisen gebucht hast, werden aber auch typisch europäische Gerichte zubereitet: Urlauber müssen weder auf Nudeln, Pommes Frites oder panierte Schnitzel verzichten.

Lokale Spezialitäten

Wer Tunesien auch gastronomisch erleben möchte, sollte in einem der Hafen-Restaurants unbedingt Couscous bestellen. Von den Berbern im Süden ursprünglich eingeführt, ist Couscous heute eine landesweite Spezialität, ganz gleich ob aus Hartweizengrieß, Hirse oder Gerste zubereitet. Als Hauptgang wird es mit Gemüse wie Kichererbsen, Kürbis und Karotten zubereitet. Dazu gibt es Lammfleisch. Zudem wird Couscous häufig als Beilage serviert oder dient auch –mit Rosinen und Datteln – als köstliche Nachspeise.

Typisch für die tunesische Küche sind auch scharfe, gebratene Würste (Merguez), zu denen köstliches Fladenbrot und eine sehr scharfe, rote Chili-Paste (Harissa) gereicht werden.

Eine absolute Delikatesse sind Tajines. Der Begriff Tajine (auch: Tagine) steht sowohl für den nordafrikanischen Schmortopf selbst als auch für die auf offenem Feuer zubereiteten Gerichte: meist deftige Eintöpfe mit Lamm oder Rind und viel Gemüse. Tajine gibt es aber auch in der süßen Variante als Nachspeise.

Softdrinks und Alkohol

Die Einheimischen lieben ihren Minztee, der brühend heiß mit frischen Minzblättern serviert wird. Er ersetzt den morgendlichen Kaffee oder dient als Espresso-Ersatz nach einer üppigen Mahlzeit. Selbstverständlich bekommst du in den Cafés und Bars aber auch Kaffee, der nicht selten stark gebrüht wird und noch etwas Satz enthält.

In Hotels, Bars und Supermärkten bekommst du Mineralwasser und Softdrinks in großer Auswahl. Der Genuss von Alkohol (Bier und Wein) ist in den Restaurants der touristischen Hotspots durchaus möglich. Frei verkäuflich sind Bier und Wein in Supermärkten aber nicht. Zudem wird in Bars und Restaurants im Landesinnern häufig kein Alkohol ausgeschenkt.

Sport

Mit seinen langgezogenen Sandstränden ist Tunesien vor allem ein Paradies für Wassersportler. Schwimmen, Tauchen, Schnorcheln sind in den beliebten Urlaubsregionen ebenso möglich wie Segeln, Surfen und Fun-Sportarten (Jet-Ski).

Surfen & Strandsurfen

In den beliebten Urlaubsregionen Hammamet und Monastir gibt es professionelle geführte Surfschulen für Einsteiger und Profis. Die für Surfer besten Bedingungen hinsichtlich Wind und Wellen werden im Frühjahr und Herbst geboten. Weiter südlich auf der Insel Djerba vergnügen sich Urlauber auch mit „Strandsurfen“. 

Segeln

Tunesien besitzt einige sehr beliebte Yachthäfen wie Port el Kantaoui im Norden sowie am Cap Monastir und in Tabarka weiter südlich. Hier können Urlauber an geführten Boots-Touren teilnehmen oder auch Boote unterschiedlicher Klassen mieten. 

Tauchen

Basen an allen beliebten Strandabschnitten der Insel bedienen Taucher aller Klassen. Für Anfänger ohne jegliche Kenntnisse werden Einsteigerkurse angeboten. Besonders beliebt ist die nördliche Korallenküste, wo sich Schwärme bunter Seepapageien, Seesterne, Tintenfische und Barsche beobachten lassen. Weitere Tauch-Spots gibt es bei Hammamet, Sousse, Monastir, Bizerta und Tabarka und auf Djerba.

Reiten

Das Reiten auf Kamelen wird vielerorts in Tunesien angeboten – teilweise auch an den Stränden der beliebten Touristenorte. Stilechter sind jedoch Dromedar-Exkursionen durch die Sanddünen der Sahara. Ausgangspunkt ist dafür die kleine Stadt Douz im Süden. Statt Kamel-Tour kannst du dich dort auch für den Ritt auf einem Araber-Hengst entscheiden. Vorsicht aber vor Nepp-Angeboten! Erfrage vorher immer die Preise und die Dauer des Ausritts.

Golf

Wegen des milden Klimas bietet sich Tunesien ganzjährig als Reiseziel für Hobby-Golfer an. Gleich zwei der schönsten Anlagen finden sich in Hammamet, dazu kommen erstklassige Golfplätze in Monastir und Tabarka.

Tennis

Tennisplätze stehen in den guten Hotels des Landes in ausreichender Zahl zur Verfügung. Auch Schläger und Bälle kannst du in der Regel zu günstigen Tarifen ausleihen.

Wandern und Trekking

Weinberge, Äcker und Olivenplantagen prägen das Bild im Norden Tunesiens – ideal für leichte Wanderungen entlang der römischen Ausgrabungsstätten. Geführte Touren vermittelt dir deine Neckermann Reisen Betreuung im Hotel. Wer einen Schuss Abenteuer sucht, bucht eine mehrtägige Trekking-Tour durch die Vorwüste oder die schier endlosen Sanddünen der Sahara. Auf eigene Faust sollten Wanderungen durch die Sahara keinesfalls unternommen werden!

Reise und Verkehr

Nahezu alle deutschen Flughäfen bieten Direktflüge nach Enfidha, Djerba oder Tunis an, so dass du nach gut zwei bis drei Stunden Flugdauer afrikanischen Boden betrittst. Ganz gleich, ob du dein Hotel in Monastir, in Hammamet oder auf Djerba gebucht hast – die Transferzeiten in deinen Urlaubsort sind gering, da das Land recht klein ist.

Mietwagen und Taxis

Du kannst direkt in deinem Hotel oder in den Autovermietungen der touristischen Zentren im jeweiligen Urlaubsort recht günstig einen Wagen mieten. Das ist für einzelne Tagestouren durchaus sinnvoll, da die Hauptstrecken – etwa nach Tunis und Karthago oder nach Djerba – gut ausgebaut sind. Beachte jedoch, dass nicht alle Verkehrsschilder auch in lateinischer Schrift ausgezeichnet sind. Gutes Kartenmaterial ist daher unerlässlich – vor allem, wenn dein Ziel jenseits der touristischen Hotspots liegt. Das Tankstellennetz in Tunesien ist gut, der Sprit deutlich billiger als in Deutschland. Am Straßenrand wird Benzin häufig auch „unter der Hand“ verkauft. Diese Angebote solltest du allerdings nicht annehmen. Zudem beachte bitte, dass Einheimische die Verkehrsregeln nicht immer akkurat befolgen, was beispielsweise die Vorfahrt oder auch die Nutzung der Fahrbahnspuren betrifft.

Ein gute Alternative zum Mietwagen sind deshalb geführte Bustouren, die dir deine Reiseleitung von Neckermann Reisen vor Ort vermittelt und die alle Sehenswürdigkeiten des gesamten Landes ansteuern.

Für kürzere Strecken rufst du dir ein Taxi. Die Tarife sind deutlich geringer als in Deutschland. Tunesien ist zwar ein sicheres Land, aber nachts solltest du eine Taxifahrt immer einem längeren Fußmarsch vorziehen. Ab 21.00 Uhr sind die Tarife allerdings höher als am Tag.

Gesundheitsprophylaxe und -tipps

Für deinen Urlaub in Tunesien benötigst du keine speziellen Impfungen. Bei einem längeren Aufenthalt sind jedoch Impfungen gegen Gelbfieber, Polio, Hepatitis A, Typhus, Tollwut und Hepatitis B zu empfehlen. Malaria ist in Tunesien nicht bekannt.

In deine Reiseapotheke gehört neben Heftpflastern und Reisetabletten unbedingt auch Insektenschutz, da Stechmücken Infektionskrankheiten übertragen können. Im Süden des Landes – vor allem in den Wüstenregionen – sind giftige Schlangen, Skorpione und Tausendfüßer zu Hause. Sofern du aber nicht schutzlos im Freien übernachtest, wirst du mit den scheuen Tieren kaum in Kontakt kommen.

Zudem solltest du an Sonnenschutz denken, da die Sonneneinstrahlung sehr intensiv ist. Vor allem Kinder sollten durch Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor und leichte Kleidung vor Sonnenbrand am Strand geschützt werden.

Sinnvoll ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die im Falle eines Unfalls oder einer ernsten Erkrankung den Rücktransport nach Deutschland organisiert.

Trinkwasser

Das Leitungswasser im Hotel benutzt du bitte nur zum Waschen und Zähneputzen. Zum Trinken oder zur Zubereitung von Kaffee oder Tee ist es nicht geeignet. Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure kannst du auch in großen Mengen problemlos in Supermärkten oder Bars einkaufen.

Tipps je nach Urlaubstyp

Tunesien ist ein so vielseitiges Land, dass es für jeden Urlaubstypen etwas zu bieten hat. Hier unsere Empfehlungen:

Familien

Familien schätzen Tunesien als perfektes Reiseziel für einen ruhigen Badeurlaub. Die Strände sind sauber, breit und fallen flach in das meist ruhige Mittelmeer ab. Hotels der 4- oder 5-Sterne-Klasse bieten hervorragenden Komfort und sehr gute internationale und landestypische Küche, die auch Kinder begeistert. Ideale Anlaufstellen sind die beliebten Urlaubsregionen Hammamet, Monastir und Djerba.

Strandurlauber und Pauschalreisende

Tunesien zum Spartarif? Das gibt es vor allem in der Vor- oder Nachsaison. Dein Vorteil beim Buchen auf neckermann-reisen.de: Auch in den Frühlingsmonaten April und Mai sowie in den Herbstmonaten September bis Anfang November spielt das Wetter mit: Du kannst dich an den Stränden sonnen und problemlos im Meer baden. Die besten Urlaubsadressen für Strand-Fans lauten Hammamet, Monastir und Djerba.

Kulturliebhaber & Aktivurlauber

Wer Tunesien vor allem wegen seiner reichhaltigen, antiken Kultur besucht, ist in den nördlichen Urlaubsregionen am besten aufgehoben. La Marsa in der Nähe von Tunis, Hammamet, Nabeul und Korba begeistern einerseits mit perlweißen Stränden, eignen sich andererseits auch als Ausgangspunkte für Tagestouren zu den interessantesten Ausgrabungsstätten Dougga, Karthago und El Jem. Zudem ist die fruchtbare Landschaft im Norden mit ihren sanften Hügeln ideal für einfache und ausgedehnte Wandertouren. 

Erlebnisurlauber

Abenteurer kommen in Tunesien voll auf ihre Kosten. Expeditionen auf Kamelen durch die Sahara, Entdeckungstouren durch die Vorwüste mit den Felsenwohnungen der Berber, die geheimnisvollen Salzseen oder die beeindruckenden Oasen – wer vor allem viel erleben möchte, ist im Süden, beispielsweise in Sousse, auf Djerba oder in Zarzis, gut aufgehoben und sollte von hier aus eine (geführte) Rundreise starten.

Land und Leute

Rund 10 Millionen Menschen leben in Tunesien. Ein Großteil davon im nördlichen, fruchtbaren Teil des Landes mit der Hauptstadt Tunis. Der Süden mit Vorwürste und Sahara ist kaum besiedelt. Hier leben weit verstreut noch immer die Ureinwohner des Landes, die Berber, in teils einfachen Felsbehausungen.

Sprache und Mentalität

Landesweit wird Arabisch gesprochen, was für deutsche Urlauber aber kein Problem darstellt, da sich die touristischen Regionen sehr gut auf europäische Urlauber eingestellt haben. Deutsch oder zumindest Englisch wird in nahezu allen Restaurants und Hotels verstanden. Auch Taxifahrer und Souvenirverkäufer sprechen mit dir Deutsch oder Englisch.

Tunesien ist ein moslemisches Land. Trotz christlicher und jüdischer Enklaven gehören weit über 90 Prozent der Bevölkerung dem Islam an, was sich in den Sitten und Gebräuchen widerspiegelt. In den touristisch geprägten Orten und an den Stränden der östlichen Mittelmeerküste wirst du davon nicht viel spüren. Hier kannst du vorbehaltlos entspannen – auf den Genuss von Alkohol am Strand oder das Nacktbaden solltest du jedoch verzichten.

Einreise

Als deutscher Staatsbürger benötigst du für die Einreise einen Reisepass, der noch sechs Monate Gültigkeit besitzt. Bei einem Pauschalurlaub und der Einreise per Flugzeug, wie bei Ferien mit Neckermann Reisen üblich, reicht auch ein mindestens noch sechs Monate gültiger deutscher Personalausweis. Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Eine Eintragung in den in den Papieren der Eltern genügt inzwischen nicht mehr.

Währung

Die Tunesische Währung ist der Dinar (TND). Du kannst in Hotels und Wechselstuben am Urlaubsort jederzeit den Euro gegen Landeswährung tauschen. Der offizielle Kurs entspricht etwa 1:2. Ein Euro hat den Wert von knapp 2,3 Dinar. Das Tauschverhältnis vor Ort ist teilweise etwas ungünstiger. In großen Supermärkten und Souvenirshops kannst du auch mit Euro bezahlen. Euro-Münzen sind zudem als Trinkgeld begehrt.

Shopping und Feilschen

In den traditionellen Basaren Tunesiens ist das Handeln ebenso erwünscht wie in vielen Souvenirshops der Suqs. Stehen keine Preisschilder an der Ware, ermittelst du den Preis gemeinsam mit dem Verkäufer. Wer freundlich, aber bestimmt in die Feilscherei einsteigt, sichert sich bis zu 50 Prozent Rabatt gegenüber dem erstgenannten Preis.

Tipp: Berühre bitte keine Waren, wenn du keinerlei Kaufabsichten hast. Das Anfassen wird als Einladung in die Preisverhandlung verstanden.

Wer das Handeln nicht mag, achtet auf Hinweisschilder mit „Fixed Price“ in den Shops. Hier sind die Preise wie in Deutschland fest vorgeschrieben. Du kannst in aller Ruhe aussuchen und deine Waren dann zur Kasse tragen.

Als Souvenirs besonders beliebt sind Keramikarbeiten, Textilien und Lederwaren. Vergleiche dabei die Preise und fall bitte nicht auf die ersten vermeintlichen Sonderangebote herein. Widerstehe auch der Versuchung, vermeintlich teure Markenware am Straßenrand zu kaufen. Bei Sonnenbrillen, Rucksäcken, Uhren und T-Shirts bekannter Marken handelt es sich immer um billige Plagiate.

Sicherheitshinweise

Vor allem in den touristisch geprägten Regionen werden Plagiate von Uhren, Sonnenbrillen und Sportbekleidung angeboten. Diese Waren sind zwar sehr günstig, qualitativ aber meist sehr schlecht verarbeitet. Wer hier auf Vorrat kauft, beispielsweise mehr als zehn gefälschte Lacoste-Hemden, könnte bei der Wiedereinreise in Deutschland ernste Probleme mit dem Zoll bekommen.

Tunesien ist ein sicheres Land mit einer sehr geringen Kriminalitätsrate. Die Terrorgefahr ist klein – auch aufgrund der unübersehbaren Polizeipräsenz in den touristisch geprägten Regionen. Um sich keinen unnötigen Risiken auszusetzen, solltest du nicht auf eigene Faust durch das Land reisen, sondern geführte Bustouren nutzen. Das gilt vor allem für die Sahara-Region südlich von Douz und die Gebirgsregion nahe der algerischen Grenze. Bei Dunkelheit legst du längere Strecken nicht zu Fuß zurück, sondern gönnst dir ein Taxi.

Infrastruktur und Verkehrsmittel

Tunesien bietet eine verhältnismäßig gute Infrastruktur mit einem weitläufig ausgebauten Straßennetz, das dir die Möglichkeit gibt, das Land von der Nordspitze bei Tunis bis zum Rand der Sahara zu erkunden. Autobahnen sind gut ausgeschildert. Hier gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Auf den Landstraßen darfst du nicht schneller als 90km/h fahren. Die kleineren Straßen Richtung Süden sind teilweise recht eng, so dass du ohnehin gezwungen bist, langsam und umsichtig zu fahren.

Mietwagen & Bustouren

Autovermietungen findest du in allen touristisch geprägten Orten sowie in Tunis. Gerne hilft dir auch deine Neckermann Reisen Betreuung vor Ort weiter. Die Preise entsprechen etwa deutschem Niveau. Da der Verkehr in Tunesien auf deutsche Autofahrer mitunter recht „regellos“ wirkt, ist es in vielen Fällen sinnvoller, per Taxi das nächste Ziel anzusteuern oder aber organisierte Bustouren zu buchen, die alle touristischen Attraktionen des Landes ansteuern und recht günstig sind.

Taxis und öffentliche Verkehrsmittel

Die Taxipreise im Tunesien sind gemessen an deutschen Verhältnissen sehr gering. Bestehe vor Fahrtantritt darauf, dass der Taxameter läuft, oder vereinbare bei längeren Fahrten einen Festpreis. Ab 21.00 Uhr gelten höhere Tarife. Frauen steigen bei Taxifahrten hinten ein. Noch preiswerter sind Stadt- und Überlandbusse, die in und zwischen nahezu allen größeren Ortschaften verkehren. Eine Alternative dazu ist die Bahn in Tunesien, die von Tunis aus alle größeren Städte im Süden ansteuert. Hier solltest du vor Fahrtantritt unbedingt einen Sitzplatz in der klimatisierten Zone der ersten Klasse reservieren. Eine einfache Fahrt von Tunis nach Sousse kostet umgerechnet 6 Euro.

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